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Meditatives Geplapper oder auch dessen Fehlen

So seltsamt ich es finde, wenn Menschen, die gerade von einer Meditation aufgestanden sind, über Belanglosigkeiten plappern - nach der Meditation über die Meditation zu reden ist in den meisten Fällen sicher nicht wünschenswert. Das ist in Qigong-Gruppen nicht unbedingt anders, auch das ist ja eine Form der Meditation.

Aber manchmal frage ich mich in ausgeprochenen Klatsch- und Klön-Gruppen, ob der stete Austausch von Kochrezepten, Krankheitsgeschichten mit Event-Charakter und allerhand Belanglosigkeiten die Tatsache verstecken soll, dass einer dem anderen nicht traut.

Meiner Erfahrung nach sind das Gruppen von Leuten, die hauptsächlich "einen Kurs besuchen" oder "eine Meditations-/Qigong-Gruppe haben". Sie profitieren davon zwar ausreichend, um dabeizubleiben, es ist für sie aber nur einer der netten Termine, die sie in der Woche halt so haben.

Ich ziehe inzwischen Gruppen vor, in denen man nach der Praxis eher still auseinandergeht. Wer sich mit den anderen austauschen will, kommt dort etwas früher. Meist geht es dann aber um Belange, die weitestgehend die Sache betreffen. Und wer nach der Meditation, nach dem Qigong Fragen hat, klopft an die Tür des Meisters, ansonsten geht man nach Hause. Das sind aber Leute, die nicht nur einmal die Woche in einen Kurs gehen, sondern tatsächlich den Weg beschreiten.

Inzwischen schätze ich die Stille, die diese Menschen mir  lassen. Das war aber nicht immer so. Ich erinnere mich durchaus, wie enttäuschend es anfangs für mich war, wenn es hinterher kein Zusammenhocken in der Küche gab :-)

10.3.16 11:55, kommentieren

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Wie einen Meditation zum Kochen bringen kann

Ich erinnere mich, dass ich als relativer Neuling auf dem Gebiet  froh war, nach meinem ersten Versuch mit einer Loving-Kindness-Meditation mit einer Freundin drüber reden zu können. Ich hatte die Wirkung dieser Meditation unterschätzt und war überrascht, wie intensiv ich da auf einige Bereiche reagiert hatte. Entsprechend erleichtert war ich, dass meine Freundin an derselben Stelle  Probleme damit gehabt hatte. Wir haben  uns über eine Stunde lang am Telefon drüber ausgetauscht, es wurde eins der interessantesten Gespräche, das wir je geführt haben. Und mit Sicherheit eins, das auch unsere Freundschaft vertieft hat.

Heute habe ich zum ersten Mal eine Gruppe durch diese Meditation geführt. Alles Anfänger außer mir -ich war sehr gespannt, wie sie diese für sie völlig neue Meditationsform aufnehmen würden, die in Bereiche führt, in denen sich bestimmt nicht jeder auf Anhieb wohlfühlt ...

Nach Ende der Meditation bot die Gastgeberin Tee an, alle fanden sich in der Küche zusammen, Sie haben noch anderthalb Stunden angeregt miteinander diskutiert. Und zwar über eine spezielle Art Kochtopf, den es im Moment beim Discounter gibt.

8.3.16 23:42, kommentieren